· 

5 kühlende Tipps zum Einschlafen bei heißen Nächten

Eis, Eis, Baby!

Ganz Deutschland schwitzt und obwohl uns für Ende der Woche eine Besserung in Aussicht gestellt wird, erwarten uns im August, dem zweitwärmsten Monat des Jahres, noch einige Nächte voller Schweiß und Schlaflosigkeit.  

 

Wieso? Wir sinken in tiefen Schlaf, wenn, unter anderem angeregt durch das Schlafhormon Melatonin unsere Körpertemperatur sinkt. Dann ist auch die Muskulatur, die überschüssige Energie als Wärmeenergie abgibt, größtenteils ruhig gestellt, Verdauungsorgane lassen ihre Arbeit bis 23 Uhr ruhen und nehmen ihre Tätigkeit, beginnend mit der Leber zwischen 2 und 3 Uhr nachts, wieder auf.

 

Allerdings gehen die meisten von uns in diesem Zeitraum zu Bett. Empfohlen wird dann eine Umgebungstemperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Dies lässt uns nicht nur nicht schwitzen, sondern fördert außerdem die Melatonin-Ausschüttung.

Wenn aber die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, wir also wie in den letzten Tagen eine „Tropische Nacht“ erleben ist Schlaflosigkeit vorprogrammiert.

 

Es kommt nämlich nicht nur dazu, dass wir beim mittlerweile täglichen Wechsel der Bettwäsche genervt Adrenalin ausschütten (was uns im Fluchtmodus bleiben lässt), vielmehr folgt ein unruhiges Hin- und Herwälzen, Lauschen auf störende Plagegeister oder uns überfällt der albtraumhafte Gedanke, wie viele kurze Oberteile wir eigentlich noch im tragefähigen Zustand haben.

 

 

Hier kommen nun also 5 coole Tipps für besonders heiße Nächte:  

Tipp #1: Abkühlung am Tag sorgt für Kühle in der Nacht

Ich verspreche, ich mache es kurz, der nächste See lockt bestimmt nicht nur mich: Ein Besuch im nächsten Freibad, Bach oder die heimische Dusche kann an so heißen Tagen eine Wohltat sein. Doch Vorsicht bei zu starken Temperaturschwankungen:

 

Der Körper reguliert unablässig unsere Körpertemperatur, gleicht diese dafür unter anderem mit der Außentemperatur ab, um die für unsere Organe notwendige Wärme entweder drin zu lassen, oder nach außen abzugeben.

Eine zu schnelle Abnahme der Temperatur kann daher jedoch zu einem Kreislaufkollaps führen: Die Gefäße ziehen sich zusammen, um die Wärme im Körperinneren zu halten, eine Ungleichverteilung des Blutes zwischen weitgestellten Gefäßen im Körperinneren (weil warm) und Körperäußeren (weil plötzlich kalt) kann zu einem Ungleichgewicht der Blutvolumenverteilung und damit zu einem Kreislaufzusammenbruch führen.

 

Brausen Sie sich besser lauwarm kurz vor dem Schlafengehen ab und unterstützen Sie so die Temperaturregulation während des Schlafprozesses. Feuchtes Haar kann während der nächtlichen Luftzüge sogar zusätzliche Abkühlung bewirken.

 

Tipp #2: Wärmflasche als Kühlakku benutzen

Sie haben eine Schlauchwohnung, in der „Durchzug“ ein Ding der Unmöglichkeit ist? Füllen Sie doch vor dem nächsten Zubettgehen mal Ihre Wärmflasche mit kühlem bis lauwarmen Wasser und legen Sie sie in Kopfnähe oder auf die Stirn.

 

Auch nicht schlecht: einen feuchten Lappen vor den Ventilator hängen: Die Feuchtigkeit verdunstet durch die Hitze und der Ventilator verteilt sie abgekühlt im Raum.

 

Vorsicht: auch hier gilt. Langsam und in Kaskaden abzukühlen, damit die Körpertemperatur gleitend herunter reguliert werden kann.

Tipp #3: Kühlung von innen

Jeder wird inzwischen wissen, dass schwerverdauliche Lebensmittel einen ruhigen Schlaf behindern können. Auch zu heiße oder zu kalte Speisen fordern dem Organismus Energie ab, die er benötigt, um die Speisen auf körperverträgliche Grade zu regulieren.

 

Versuchen Sie es doch an heißen Tagen einmal mit kühlenden Lebensmitteln: Empfehlenswert sind Klassiker wie Melonen oder Gurken, auch bittere Gemüse wie Chicorée werden in der ayurvedischen Küche als kühlend empfohlen.

 

 

Auch Joghurt mit Früchten und Kaltschalten sind sicher nicht nur in der heißen Jahreszeit eine köstliche Mahlzeit.

Tipp #4: Durchzug in der Wohnung und – im Kopf!

Wer kennt das nicht: Man liegt im Bett, freut sich über den ersten kühlen Luftzug des Tages, und schon … Was war das?

 

Ein lautes Lachen, anhaltendes Murmeln oder gar ferne Partymusik kann einen Schlafsuchenden schier in den Wahnsinn treiben.

 

Doch konzentrieren Sie sich nicht darauf – konzentrieren Sie sich viel mehr auf das, was Sie möchten: nämlich schlafen.

 

Nehmen Sie störende Geräusche zum Anlass, sich Geschichten auszumalen: Stellen Sie sich die „Störer“ vor, was machen Sie dort.

Wie sieht die Umgebung aus, was hören Sie, schmecken, riechen Sie dabei? Weshalb sind sie dort und wohin gehen Sie.

 

Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sie werden überrascht sein, wie schnell die gellenden Rufe von eben, Teil eines sanften Traumes werden können …

Tipp #5: Mückenplage adé

 Wer ein ähnliches Glück wie ich hat, freut sich über einen Nachbarn, der einen herrlich plätschernden Teich voller Fische, Seerosen und ...  ja, Mücken hat. Hier teile ich eine persönliche Erfahrung, mit der ich bisher sehr gut gefahren bin:

 

Ohne geöffnetes Fenster geht es in der Nacht einfach nicht. Doch das heißt auch meist, je nach Körpergeruch, Körpergewicht und Blutgruppe, dass auch die Mücken nicht lange auf sich warten lassen.

 

Dank Ohrstöpsel höre ich sie nicht, aber leider, „Urmenschen-Gen“ sei Dank, meinen Mann, der fluchend aus dem Bett springt, das Licht anschaltet (Melatoninspiegel sinkt) und erstmal halbstündlich die Wand nach den fiesen Stechinsekten absucht.

 

Ich dagegen habe entweder das Glück direkt wieder einzuschlafen (schließlich kümmert sich ja schon jemand um das Problem), oder aber ich stehe bei #1 oder #4.

 

Dem kann ich nun seit einiger Zeit entgehen: Zugegebenermaßen nicht gerade vegan, aber durchaus effizient haben sich in meinem Fall Insektenlampen erwiesen.

 

 

Sollte man dann trotz oder ohne Lampe gestochen werden, kann ich nur frischen Spitzwegerich-Saft empfehlen: raus in den Garten, Blatt abzupfen, in der Handfläche zerreiben bis ein grüner Saft entsteht und rauf damit auf die Stichstelle: der Juckreiz vergeht sofort, der Stich ist nach einiger Zeit nicht mehr zu sehen.

Sommer, Sonne, Kaktus

Wie überstehen Sie die heißen Nächte?

 

Wie immer bin ich gespannt, welche Erfahrungen Sie und ihr während der tropischen Nächte erfolgreich ausprobiert habt.

 

Schreibt sie mir in die Kommentare und danach genießt das herrliche Wetter – der nächste Winter kommt bestimmt!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Bitte beachten Sie, dass ich als Heilpraktikerin keinerlei Heilversprechen in irgendeiner Form geben darf.

  Daher verweise ich auf folgenden Pflichthinweis nach HWG (Heilmittelwerbegesetz):

Viele der von mir angebotenen Methoden der Naturheilkunde sind im naturwissenschaftlichen Sinn noch nicht bewiesen.

Daher sind sie durch bislang fehlende reproduzierbare Kausalzusammenhänge von der Schulmedizin nicht anerkannt.