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Gedanken zum Weltnichtrauchertag am 31.05.2018

 "Es gibt nichts Leichteres, als mit dem Rauchen aufzuhören. Ich selbst habe es schon 137mal geschafft." 

 

Wenn Sie diesen Beitrag gerade lesen, gehören Sie bestimmt zu denjenigen, die dieses Zitat von Mark Twain ohne zu Zögern unterschreiben würden. Denn wie oft haben Sie bereits angefangen, mit dem Rauchen aufzuhören?

 

Ich möchte Ihnen nun keinen Vortrag darüber halten, wie schädlich Rauchen ist. Das weiß inzwischen jedes Kind und doch gibt es genügend Gründe, weshalb wir einen Tag wie heute „feiern“ müssen. Denn jeder Raucher wird Gründe finden, weshalb er zum Glimmstängel greift: Geselligkeit, Gewohnheit oder einfach Entspannung höre ich immer wieder von Patienten in meiner Praxis. Ängste, als Nichtraucher dich zu werden schwingen da ebenso mit, wie die Angst, lieb gewordene Gewohnheiten abzulegen: Was werden die Kollegen sagen, wenn ich plötzlich nicht mehr bei Wind  Wetter an der Raucherpause teilnehme – bin ich dann überhaupt noch ein Teil der Gruppe?

 

Diese Ängste sind häufig in unserer Natur als Mensch begründet: Denn wenn wir uns unsere Konstitution genau anschauen ist unsere einzige Waffe gegen Säbelzahntiger & Co unsere Intelligenz.

Für viele Bereiche haben wir Waffen entwickelt, um uns zu verteidigen. Doch wenn wir ehrlich sind: Nicht immer gewinnen wir (ich sage nur Ebola-Viren  & Co. sind zwar kleiner als die offensichtliche Bedrohung durch Wildtiere, aber anscheinend  dennoch eine Herausforderung für die Menschheit), was in Anbetracht einer gerade mal fünf Millimeter dicken Hautschicht ohne Haare, Zähne oder Krallen eigentlich auch nicht verwunderlich ist. Wir sind Gruppentiere, wir benötigen Wachposten, die nach dem Feuer schauen (übrigens ein Urinstinkt, der uns auch während der Nacht natürlicherweise immer wieder zum Aufwachen bringt) und um uns zusammen gegen Gefahren zu wehren. Sich liebgewonnen Strukturen zu lösen ist daher nachvollziehbar.

 

Doch die Geselligkeit scheint nicht der einzige Grund zu sein: Oftmals stelle ich fest, dass Raucher in meiner Hypnosepraxis einen familiär bedingten Mangel an Liebe erfahren haben. Die Brustwarze der Mutter wird durch den Griff nach der Zigarette ersetzt. Wenn Sie in sich hinein horchen - trifft das auch auf Sie zu?

 

Sicherlich schwebt auch stets die Angst vor Entzugserscheinungen mit: Gewichtszunahme, Hautprobleme oder Nervosität, die bislang über Zigarettenkonsum kompensiert worden ist, sind nur einige davon.

 

Eine Frau hält eine Zigarette in der Hand und wird hypnotisiert

Und dennoch können auch Sie es schaffen, sich vom Rauchen zu lösen, die Ketten zu sprechen und endlich frei von anhaltender Gier nach Nikotin zu sein. Denn die Basis dafür ist ganz allein IHRE MOTIVATION.

 

So gibt es Paare, die zusammen 3 Schachteln Zigaretten am Tag rauchen. Doch nach einer Weile ist der Kinderwunsch so stark, dass Sie bereit sind auf Ihr großes Laster zu verzichten. An einem Tag wird ein Cut gesetzt, alles Zubehör in den Müll geworfen, drei Monate später erwarten Sie Ihr Kind.

 

Menschen, die endlich einen Marathon durchziehen möchten werden schnell Ihre Grenzen spüren: Je länger der Körper aktiv sein muss, umso mehr Sauerstoff braucht er, um alle Zellen des Körpers langanhaltend mit Sauerstoff für die Energieproduktion zu versorgen. Diszipliniertes Training des Sportlers in unverzichtbar, insbesondere hinsichtlich seiner Fürsorge für seinen Körper.

 

Es gibt Partnerschaften, bei denen nur ein Teil raucht. Daher ist die Wohnung für den Genuss der Zigarette tabu, bei Sturm und Hagel, wird sich auf den Balkon oder Terrasse gestellt, während die Familie bereits den abendlichen Spieleabend vorbereitet oder noch zusammen isst. Von Geselligkeit kann dann keiner mehr sprechen: Wollen Sie drin oder draußen sein?

 

Die Motivation, ein Ziel oder eine Wunschvorstellung sind der Kern für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung. Bei einigen Menschen reicht dies, um von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören.

Doch gerade bei langjähriger Gewohnheit kann gerade die Arbeit mit Hypnose Ihnen dabei helfen, sich Ihrer Wünsche und Ziele bewusst zu werden und diese zu verinnerlichen. In meiner Praxis lasse ich jeden meiner Hypnosepatienten daher vor der eigentlichen Hypnosesitzung in Ihr „zukünftiges Ich“ schlüpfen und ersehnte Erfolge bereits visualisieren. Bei meiner Arbeit ist es auch im Nachgang der Hypnose wichtig sich diese Ziele immer wieder mittels Anker, die wir in der Hypnose gesetzt haben, lebhaft und wach zu halten. Hilfreich ist dabei sich seine Zukunft in Rauch-Freiheit bildhaft während des ausführlichen Beratungsgesprächs aufzuschreiben und sie an einen gut sichtbaren Ort aufzubewahren. Die frei gewordene Zeit kann dann mit neuen Hobbies wie Sport (freuen Sie sich auf mehr Leistungsfähigkeit), Kochen (seien Sie gespannt, wie gut Essen ohne Tabakrückstände auf der Zunge schmeckt!) oder einfach mehr Zeit für Sich und Ihre Seele: wer kann da schon dick werden?

 

Hypnose ist damit nicht nur ein Werkzeug, das die Sie von der Nikotinsucht und gewohnten Verhaltensmustern befreien kann, sondern kann Ihr Wegbereiter für ein völlig selbst bestimmtes Leben sein.

 

Ich freue mich darauf, Sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.

 

 

PS: Und an alle die, die bei meinem ersten Satz bereits die Fäuste in der Tasche ballten, weil Sie sich heute – als Nichtraucher- feiern lassen können: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gerade Ihr Unterbewusstsein mit genügend Stoff versorgt, um Ihre Lunge auch weiterhin ausschließlich mit gesunder Berg- oder Meeresluft zu versorgen. Oder sitzen Sie etwa gemütlich auf der Couch, den Laptop oder das Tablet lässig auf dem Schoß? Dann raus mit Ihnen, draußen lockt die Sonne, denn Vitamin D, naja das ist eine andere Geschichte … 


Bitte beachten Sie, dass ich als Heilpraktikerin keinerlei Heilversprechen in irgendeiner Form geben darf.

  Daher verweise ich auf folgenden Pflichthinweis nach HWG (Heilmittelwerbegesetz):

Viele der von mir angebotenen Methoden der Naturheilkunde sind im naturwissenschaftlichen Sinn noch nicht bewiesen.

Daher sind sie durch bislang fehlende reproduzierbare Kausalzusammenhänge von der Schulmedizin nicht anerkannt.